Gemeinsam frei Leben https://gemeinsamfreileben.de Sat, 19 May 2018 08:05:59 +0000 de-DE hourly 1 Windelfrei- Update nach einem Jahr Babyzeit https://gemeinsamfreileben.de/windelfrei-update-nach-einem-jahr-babyzeit/ Fri, 18 Aug 2017 20:33:15 +0000 https://gemeinsamfreileben.de/?p=1899 Unser Kleinster ist nun auch schon ein Jahr geworden und so möchte ich euch ein Update geben, wie es mit der Ausscheidungskommunikation weiter ging. Wir haben das Glück, das erste Lebensjahr fast ausschließlich im Warmen verbracht zu haben. Dadurch wird windelfrei sehr viel einfacher möglich. Das nervige An- und Ausziehen entfiel fast ausschließlich, unser Baby…

Der Beitrag Windelfrei- Update nach einem Jahr Babyzeit erschien zuerst auf Gemeinsam frei Leben.

]]>
Unser Kleinster ist nun auch schon ein Jahr geworden und so möchte ich euch ein Update geben, wie es mit der Ausscheidungskommunikation weiter ging.
Wir haben das Glück, das erste Lebensjahr fast ausschließlich im Warmen verbracht zu haben. Dadurch wird windelfrei sehr viel einfacher möglich. Das nervige An- und Ausziehen entfiel fast
ausschließlich, unser Baby konnte auch oft nackig sein und wir konnten seine Signale gut kennenlernen.

Backups und Stoffwindeln

Als Backup haben wir am Anfang unsere selbstgenähten Backup Überhosen genommen. Da der Fleece in den Tropen aber schnell zu warm wurde, lag unser Baby zu beginn oft nackig auf einem Handtuch, welches bei Bedarf ausgetauscht wurde. So konnten wir es auch gut beobachten, wann es dann mal Pipi oder Kaka muss und seine Signale kennenlernen.

Unterwegs nutzten wir die gDiapers und kommen damit bisher super hin. Insgesamt sechs Überhosen in Gr. M und L haben uns begleitet und zehn bis 15 Mullwindeln als Einlage. Diese haben wir nach Benutzung mit Wasser ausgewaschen und in die Sonne gehängt. Die Mullwindeln trocknen sehr schnell, deshalb haben wir sie als Einlage favorisiert. Da beim Windelfrei eh keine allzu großen Mengen Urin aufgefangen werden müssen, reicht die Saugkraft aus. Falls ihr mal etwas länger unterwegs seid und die Stoffwindel längere Zeit halten soll, empfehle ich eine zusätzliche Einlage aus Hanf oder Bambus (z.B. von der Windelmanufaktur, damit haben wir gute Erfahrungen, aber es gibt noch unzählig andere Einlagen). Ein paar Prefolds von XKKO haben wir ebenso mit gehabt, aber da sie dicker sind, brauchen sie lang zum Trocknen und erwiesen sich für uns nicht als praktikabel.
Die gDiapers sind durch das System mit Innen- und Außenwindel individuell verwendbar. Meist musste nur die Innenwindel auswaschen werden, da sie abknöpfbar ist und die Außenwindel nicht beschmutz war. Die dünne Stoffauswindel trägt nicht auf, trocknet schnell und ist sehr angenehm zu tragen durch den Stoff. Besonders bei zarten Babys ist die gDiapers zu empfehlen, sie kann aber durch den Klettverschluss individuell angepasst werden. Gr. M passt bei unserem zarten Baby immer noch. Die Innenwindeln sind one size für Größe M-XL. Einziger Nachteil bei den gDiapers: Manchmal gibt es durch die Innenwindel mit ihren Druckknöpfen Abdrücke beim Baby. Je nach Körperbau des Kindes kann das also mehr oder weniger stören.

Die gDiapers im Langzeittest

Nun noch kurz zur Langlebigkeit der gDiapers. Unseren sechs Windelhosen sieht man den einjährigen Gebrauch an. Sie wurden oft getragen, auch ohne Hose drüber, da es zu warm dafür war. Sie sind schon etwas ausgeblichen durch die Sonne, sonst aber noch intakt. Bei den Innenwindeln (gPouches) sieht es anders aus. Das Material (100% Nylon) gibt so langsam seinen Geist auf und wenige Löcher und Materialermüdung am Rand (Bild) wurden schon festgestellt. Im Moment sind die Defizite noch nicht so schlimm und wir haben sie weiter im Gebrauch. Doch weiter verkaufen kann man sie wohl nicht mehr. Bei dem Preis aber weniger tragisch, wie ich finde. Für Wegwerfwindeln hätten wir ein vielfaches mehr ausgegeben.
Nachts nutzen wir nach wie vor die Wegwerfwindeln.

Windelfrei im Verlauf des ersten Lebensjahres

So nun zum eigentlichen Thema: windelfrei bzw. Ausscheidungskommunikation. Unser Baby zeigt immer sehr eindeutig an, wann es mal muss. Feste Zeiten waren immer nach dem Aufwachen. Das funktionierte immer. Als es noch kleiner war, haben wir immer nach dem Stillen abgehalten. Im Tragetuch bzw. in der Trage signalisierte es super und zappelte, bis wir es raus nahmen und die Möglichkeit der Erleichterung gaben. Eindeutige Signale waren leichtes knurren, brummen oder drücken. Selbst die Geschwister erkannten oft, wann das Baby mal musste. So spielte sich schnell eine Routine ein und viele kleine und große Geschäfte wurden im ersten Lebensjahr aufgefangen.

Töpfchen und andere Abhalteorte

Unseren Asiatopf hatten wir mit in Asien und nutzten bis zum 9. Lebensmonat. Bei Jungen natürlich etwas schwierig, dennoch machbar. Jetzt begleitet wir einen Ikeatopf im Wohnmobil, da das Baby nun stabil sitzt. In der freien Natur pinkelt es sich natürlich auch super, aber das funktioniert halt nicht überall. Babys schauen dann meist gespannt die Blätter oder Blumen an. Vor allem in der Zeit, wo sie eigentlich nicht mehr abgehalten werden wollen (war bei uns in der Zeit, als das Baby mobiler wurde und sich selbst fortbewegen konnte), sind sie so etwas abgelenkter und abhaltbereiter.

Schwierig wurde es, als wir zurück aus Asien kamen und es in Deutschland noch sehr kalt war. In dieser Zeit boten wir hauptsächlich zu den Wickelzeiten das Töpfchen an.

Fazit nach einem Jahr windelfrei

Der Vorteil von windelfrei ist wirklich, dass das Baby nie verlernt loszulassen, sondern seine Ausscheidung kontrollieren kann. Ich bin immer wieder fasziniert davon, wie es schon an der Abhaltestellung und dem Signalton erkennt, das er nun Pullern darf und drück und loslässt. Und da reicht es schon, dass Baby immer nach dem Schlafen abzuhalten. Dadurch behält es die Kontrolle darüber und verlernt es nicht.
In einer großen Familie ist es nicht so leicht, auf jedes Signal des Babys zu reagieren und es immer gleich abzuhalten. Daher waren bei uns so genannte „Unfälle“ an der Tagesordnung. Wenn wir uns aber bewusst machen, dass es gar nicht darum geht, 100% die Ausscheidungen des Babys aufzufangen, sondern viel mehr mit ihm in Kommunikation zu bleiben, erscheint es nicht so wichtig, wie viel nun wirklich aufgefangen wurde. Das Baby fühlt sich gehört, wenn wir bei einen für uns unerklärlichem Schreien oder Rumschimpfen reagieren und ihm die Möglichkeit geben, sich zu erleichtern und wir für uns ebenso gehört, wenn es beim Anbieten des Abhalten auch wirklich etwas ins Töpfchen macht. Es ist ein gegenseitiges Gewinnspiel und kann uns den Alltag mit Baby erleichtern. Weniger voll Windeln weniger Müll, weniger Windelwäsche und ein zufriedeneres Baby kann daraus resultieren. Es ist also immer einen Versuch wert.

Falls euch unserer Anfang von Windelfrei interessiert bzw. ihr an mehr Theorie interessiert seid, lest einen weiteren Artikel zum Thema windelfrei. Karolin hat von ihren Erfahrungen berichtet, denn jeder Weg ist individuell und nicht vergleichbar. Es ist manchmal dennoch hilfreich, sich Tipps zu holen, um den Babyalltag so angenehm wie möglich gestalten zu können und die Ausscheidungskommunikation nicht in Stress ausarten zu lassen. Wenn ihr Fragen habt oder eine individuelle Beratung benötigt, könnt ihr mich gern kontaktieren.

Alles Liebe, eure Mandy

Der Beitrag Windelfrei- Update nach einem Jahr Babyzeit erschien zuerst auf Gemeinsam frei Leben.

]]>
Unsere Rückkehr nach Deutschland und meine Wankelmütigkeit https://gemeinsamfreileben.de/unsere-rueckkehr-nach-deutschland-und-meine-wankelmuetigkeit/ Thu, 29 Jun 2017 11:43:23 +0000 https://gemeinsamfreileben.de/?p=1877 Seid fast drei Monaten leben wir im Wohnmobil auf engstem Raus zusammen. Aber zurück zum Anfang. Rückkehr nach Deutschland Der April war geprägt von Familien- und Freundesbesuchen, Neuorientierung und Gedankenchaos im Kopf. Ursprünglich wollten wir maximal zwei Wochen in Sachsen bleiben, unser Wohnmobil beladen, Menschen treffen und weiter reisen. Der Plan ging nicht ganz auf.…

Der Beitrag Unsere Rückkehr nach Deutschland und meine Wankelmütigkeit erschien zuerst auf Gemeinsam frei Leben.

]]>
Seid fast drei Monaten leben wir im Wohnmobil auf engstem Raus zusammen. Aber zurück zum Anfang.

Rückkehr nach Deutschland

Der April war geprägt von Familien- und Freundesbesuchen, Neuorientierung und Gedankenchaos im Kopf.

Ursprünglich wollten wir maximal zwei Wochen in Sachsen bleiben, unser Wohnmobil beladen, Menschen treffen und weiter reisen. Der Plan ging nicht ganz auf.

Die erste Woche war vor allem ich wie gelähmt. Ich wäre am liebsten in Selbstmitleid zerflossen. Eine anderer Möglichkeit wäre ein Rückflug nach Thailand gewesen, um meine Traurigkeit wegzumachen. Ja richtig, ein Rückflug, keinen Hinflug. So fühlte es sich an. Es überforderte mich alles: die Menschen, die alten Plätze, die Anfragen von Freunden. Ich war verloren in einer Welt, die mir doch so bekannt sein musste, mir aber so unbekannt vorkam. Sieben Monate war ich in Asien, habe wunderschöne Natur gesehen, tropische Temperaturen genossen und jeden Tag leckere Früchte gegessen. Die Menschen lächelten ein offen ins Gesicht, die Kinder waren immer willkommen, durften barfuss und nackig herumlaufen, sich frei bewegen und sein, wie sie sind. Keine Anpassung war nötig. Meine Seele bekam Zeit zum Baumeln, ich tauschte mich mit Gleichgesinnten aus, die mir nach kurzer Zeit so nah standen und ich musste mich nicht rechtfertigen und mein Leben nicht begründen.

Schwierigkeiten in der Planfindung

Hier in Deutschland wurde ich schon auf dem Weg vom Flughafen zu meinen Schwiegereltern wieder eingeholt, von der deutschen Schnelllebigkeit und vom Egoismus. Jeder war auf sein Recht bedacht, es hupfte (und das nicht wie in Bali, um im Positivem auf sich aufmerksam zu machen. Es war ein belehrendes Hupen: Ich habe Recht, macht Platz für mich. Oder: Du hast etwas falsch gemacht. Schrecklich.) Dann ging es weiter: ich musste mich für unser Essen rechtfertigen, durfte mir Belehrungen anhören, warum das nicht gut für die Kinder ist. Die Schulfreiheit meiner Kinder wurde nicht geduldet, sondern musste immer wieder aufs Neue begründet werden. Obwohl ich natürlich gar nichts muss. Ich habe mich in die Enge treiben lassen und mich dazu verpflichtet gefühlt. Dabei bemerkte ich irgendwann, dass ich in den Themen einfach nicht gefestigt genug bin. Denn je überzeugter ich bin, umso weniger bin ich angreifbar. Dann steh ich wie ein Fels in der Brandung und es prallt ab an mir. Daran muss ich wohl noch arbeiten. Ich merkte, dass ich für mein Wohlergehen zuständig bin und dafür Sorge zu tragen habe. Also suchten wir einen Platz, wo wir mit unseren Wohnmobil stehen konnten, ohne dauernd negative Energien aufzunehmen (und vielleicht auch aussenden). Wo wir so sein durften, wie wir sind. Wo wir uns nicht erklären müssen. Wo unsere Gedanken sein dürfen und nicht bewertet werden. Wir trafen uns mit Menschen, die uns auf diesen Weg begleiten und die uns akzeptieren. Erst dadurch war es möglich, wieder klare Gedanken zu fassen und wirklich herauszubekommen, was WIR wollen. Denn der ursprüngliche Plan, schon nach wenigen Tagen weiterzureisen, fühlte sich auf einmal falsch an. Viel zu viele Dinge kamen hoch und wollten angeschaut werden. Vor allem meine Wankelmütigkeit machte es mir schwer und so wurde jeder Tag aufs neue eine Herausforderung und unsere Pläne änderten sich manchmal stündlich. Einzig und allein das Wetter war so, dass wir am liebsten früher als später weitergereist wären. Aber dem mussten wir uns aussetzen, um nicht wieder vor etwas davon zulaufen. Zuerst musste ein Entschluss gefasst werden. Nach vielen Gesprächen, einem Familienstellen und Zeiten der Ruhe entschieden wir uns bewusst: Wir wollen weiter Reisen. Die Angebote, einen Hof mit zubeziehen, die plötzlichen freien Plätze an einer freien Schule, der hochkommende Wunsch, nach einem Ort zum Bleiben machten uns die Entscheidung nicht leicht. Dennoch haben wir uns bewusst für diese Reise entschieden. Diese Dinge zeigten uns nur: wenn wir unseren Wunsch, wieder anzukommen und uns niederzulassen uns übermannt, werden sich Türen öffnen. Dann gibt es Orte dafür, dann gibt es Menschen, die uns mit offenen Armen in Empfang nehmen und dann gibt es Möglichkeiten des freien Lernen und Lebens für die Kinder. Dann wird es berufliche Chancen geben. Dieses Vertrauen ist so wertvoll. Vertrauen in das Leben. Vertrauen in uns. Es wird, wie es wird. Es wird schön, wir werden glücklich. Wir werden leben. Punkt.

Die Reise geht weiter

Doch jetzt steht es noch nicht auf dem Plan. Viel zu schnell werden wir ansässig werden, wenn wir uns dafür entscheiden. Und der Wunsch ist nicht nur in uns vorhanden, auch in unseren Kindern. Dann werden wir uns unser Bullerbü erschaffen. Mit allen Konsequenzen und Möglichkeiten. Denn egal wie es wird. Wir haben Erfahrungen gesammelt, verschiedene Länder gesehen, sind in Kulturen eingetaucht und haben Freunde gefunden. Durften lernen von anderen. Konnten uns verschiedene Lebensmodell anschauen. Und treffen dann bewusst UNSERE Entscheidung für UNSER Leben. Bis dahin genießen wir unsere gemeinsame Zeit. Wir freuen uns, so viele wunderschöne Plätze mit unseren Kindern entdecken zu dürfen, in Mitten der Natur zu stehen, gemeinsame Abende am Strand, unterm Sternenhimmel zu erleben, Berge zu besteigen, in Flüssen zu baden,durch Städtchen zu schlendern.

Wir genießen jeden Augenblick und noch viel mehr. Denn unser Leben findet jetzt statt. Nicht gestern und nicht morgen. Jetzt. Aufkommende Panik, wie unser Leben weiter gehen soll, ob Schulfreiheit wirklich unser Weg sein wird, wie es beruflich weiter gehen wird, versuchen wir anzunehmen und auszuhalten. Denn wir können nicht wissen, was morgen ist, wir können nicht wissen wie es sich in einem Monat oder einem Jahr anfühlt. Wir wissen nur, dass es genau jetzt gut anfühlt, hier in Spanien zu sein, jeden Tag neu zu erleben und das Leben zu leben. Natürlich kommen immer wieder Ideen und Gegenseiten auf uns zu, wo wir neu überlegen, abwägen und neu entscheiden. Zum Beispiel hat sich ergeben, dass wir in Portugal zwei Monate ein Haus einer Freilernerfamilie beziehen dürfen. Wir werden für zwei Monate sesshaft, haben mehr Lebensraum und Zeit, unsere Projekte voranzutreiben. Können in die Kultur in Portugal eintauchen und andere Freilerner kennenlernen. Dann gibt es aber auch Möglichkeiten, die nicht umgesetzt werden können, auch wenn es sich im ersten Moment stimmig anfühlt. Da gibt es ein Wink mit dem Zaunpfahl und ich merke schnell, dass es JETZT doch noch nicht an der Reihe ist. Vielleicht im Herbst, vielleicht nächstes Jahr. Aber nicht jetzt.

Eure Mandy

Der Beitrag Unsere Rückkehr nach Deutschland und meine Wankelmütigkeit erschien zuerst auf Gemeinsam frei Leben.

]]>
Ein Monat in Krabi/ Ao Nang/ Thailand https://gemeinsamfreileben.de/ein-monat-in-krabi-ao-nang-thailand/ Thu, 23 Mar 2017 04:13:55 +0000 https://gemeinsamfreileben.de/?p=1844 Nach zwei Monaten Bali sollte es für uns eigentlich in den Norden von Thailand gehen. Ich hatte aber solche Meersehnsucht und Sehnsucht nach traumhaften Stränden mit türkisenem Wasser, dass wir kurzfristig unsere Reiseplanung änderten und nach Krabi aufbrachen. Wir überlegten einen Zwischenstopp in Bangkok einzulegen und uns die Stadt anzuschauen. Niemand hatte jedoch Lust auf…

Der Beitrag Ein Monat in Krabi/ Ao Nang/ Thailand erschien zuerst auf Gemeinsam frei Leben.

]]>
Nach zwei Monaten Bali sollte es für uns eigentlich in den Norden von Thailand gehen. Ich hatte aber solche Meersehnsucht und Sehnsucht nach traumhaften Stränden mit türkisenem Wasser, dass wir kurzfristig unsere Reiseplanung änderten und nach Krabi aufbrachen. Wir überlegten einen Zwischenstopp in Bangkok einzulegen und uns die Stadt anzuschauen. Niemand hatte jedoch Lust auf Großstadt, so dass wir direkt einen Weiterflug nach Krabi buchten. So flogen wir Ende Oktober von Denpasar nach Bangkok und direkt weiter nach Krabi. Zuerst stand Krabi Town auf dem Programm und wir übernachteten im Guesthouse Nr. 7. Am nächsten Morgen erkundigten wir die Stadt und ging lecker auf dem Nachtmarkt essen. Es gibt einen kleinen am Pier und einen größeren in der Stadt. Auf diesem aßen die Kinder leckeres Eis, welches auf faszinierende Weise hergestellt wurde.

Außerdem gibt es in Krabi einen tollen Tempel zu bestaunen.

Da es in Krabi aber keinen Strand gab, sollte die Reise nach zwei Nächten weitergehen. Eigentlich wollten wir mit dem Boot nach Railey übersetzen, entschieden uns aber dagegen. Die Halbinsel war nur per Boot zu erreichen, unsere schweren Koffer hab durchs Wasser zum Boot tragen, wollten wir nicht. Außerdem hängt man so ziemlich fest auf Railey, es gibt keinen größeren Supermarkt und es herrschen Inselpreise. Also entschieden wir uns für Ao Nang, nur 20 Minuten entfernt von Krabi. Wir buchten uns eine Unterkunft circa zehn Minuten mit dem Roller entfernt von Strand, dafür war sie recht günstig und gut bewertet. Der Strand von Ao Nang gefiel uns, hier wollten wir die nächsten vier Wochen bleiben. Also begann die Unterkunftssuche. Enrico klapperte viele Resorts ab, doch so langsam begann die Hauptsaison in Thailand und so wollten die meisten sehr viel Geld haben oder es gab keinen Pool oder die Zimmer waren nicht so ansprechend. So entschieden wir uns nach mehrfacher Verhandlung mit unseren derzeitigen Vermieter, dass wir hier bleiben und nicht mehr umziehen. Das Zimmer war schön groß, wir hatten zwei Doppelbetten, ein neues Badezimmer und sogar eine Kochmöglichkeit. Direkt vor der Tür gab es einen Pool und es war ruhig gelegen. Wir können die Wanna Dream Villa sehr empfehlen und haben uns hier meist wohlgefühlt (nur manche Touristen bevorzugen hier leider das Klauen, uns wurden einige Sachen von der Terrasse gestohlen). Umgerechnet ca. 530€ zahlten wir für einen Monat für ein Familienzimmer.

Unseren Roller mieteten wir nicht direkt beim Resort, sie wollten 150 Bath pro Roller für ein relativ kleines Gefährt. Weiter im Ort bekamen wir für 220 Bath am Tag zwei schicke, große Roller. Ansonsten empfehlen wir sehr gern das Restaurant in der Kurve weiter (wie es die Kinder tauften, da es sich in einer großen Kurve befand). Hier wurden wir sehr lecker vegan bekocht. Außerdem besuchten wir drei Mal die Wochen einen Markt in unserer Nähe und deckten uns mit Obst und Gemüse ein und aßen weitere kleine Köstlichkeiten.

Da uns der Ao Nang Beach doch sehr touristisch vorkam, erkundeten wir einen Tag später den Nopparat Thara Beach.

Ziemlich weit  hinten, am „Hafen“ wo die Longthailboote ablegen, gab es einen großen Parkplatz, viele Bäume und kleine vorgelagerte Inseln, zu denen man bei Ebbe laufen konnte. Der Strand hier ist sehr breit, das Wasser meist klar. Am Wochenende sind viele Einheimische hier und dann gibt es auch Essenstände auf dem Parkplatz. Das Kokosnusseis ist sehr zu empfehlen. Bei einem kleinen Restaurant am Parkplatz bekamen wir Pad Thai oder Fried Rice mit Gemüse für 40 Bath (ca. 1€) An diesem Strand waren wir fast täglich, die Kinder buddelten im Sand, wir spielten Fußball, wanderte durchs Watt und machten Picknick.

Ein Ausflug nach Railey durfte natürlich nicht fehlen. Es war beeindruckend mit dem Longthailboot über das Meer vorbei an den Felsen zu fahren.

Das Wasser am Railey West Beach war glasklar. Aber der Strand war total überlaufen.

Nach eine Badesession liefen wir nach Railey Ost und aßen da mit einer tollen Aussicht zu Mittag. Die Preise waren wie erwartet höher als in Ao Nang. Von da aus spazierten wir zur Diamant Cave. Leider hatten wir kaum noch Bargeld mit, aber der nette Thai ließ uns dennoch in die Höhle voller Fledermäuse.

Weiter ging der Weg zum Beach. Wunderschöne Kulisse, nur leider auch hier viele Touristen und Affen, zum Leidwesen unserer Kinder (ihr erinnert euch an die Erfahrung im Monkey Forest 😉

Die Catfishfarm besuchten wir und waren die einigen Gäste.

Eine Amerikanerin betreibt die Farm und ist wohl etwas überfordert mit dem Gelände, denn es war sehr müllig und kaputt. So einiges bedarf einer Reparatur. Da der Mücken uns auffressen wollte, begaben wir uns schnell auf Rückzug. Die Farm können wir nicht weiterempfehlen.

Einen weiteren Ausflug haben wir mit einer Freundin und ihren drei Jungs unternommen. Wir haben sie schon in Ubud getroffen und auch hier sollten wir ein paar Tage gemeinsam verbringen (und auch auf Koh Phangan trafen wir uns wieder 😉 Wir mieteten ein Boot für die 4 Insel- Tour. Obst und Wasser sollte es an Bord geben. Zwei Ananas wurden uns serviert, mehr gab es nicht. Auch hatten wir das Gefühl, dass es unser Bootsführer sehr eilig hatte und immer wieder zum Aufbruch antrieb. Die angefahrenen Strände waren schon toll und wir schnorchelten im kristallklarem Wasser. Ziemlich hungrig konnten wir endlich bei der letzten Insel etwas essbares kaufen. Leider zog ein Gewitter auf, so dass wir mit schaukelten Boot und Donner zurück fuhren. Eine Grenzsituation für einige von uns. Das nächste Mal würden wir lieber etwas mehr Geld in solch eine Tour investieren und zumindest etwas zu essen bekommen.

Man kann schon einiges erleben in Ao Nang, eigentlich wollten wir auch den Tiger Cave besuchen, aber leider (oder Gott sei Dank würden die Kinder sagen, denn es sind wohl um die 1200 Stufen zu erklimmen) nicht mehr geschafft. Der Tourismus hat aber auch hier Einzug gehalten und es war gut besucht, obwohl noch keine Hauptsaison war. Für uns wird es daher beim einmaligen Besuch von Ao Nang bleiben.

Auf unserem Youtubekanal bekommt ihr noch mehr Eindrücke von Ao Nang. Viel Spaß beim Schauen.

Eure Gemeinsam frei Lebenfamilie

Der Beitrag Ein Monat in Krabi/ Ao Nang/ Thailand erschien zuerst auf Gemeinsam frei Leben.

]]>
Ubud: Ein besonderer Fleck auf Bali https://gemeinsamfreileben.de/ubud-ein-besonderer-fleck-auf-bali/ Tue, 14 Mar 2017 14:08:18 +0000 https://gemeinsamfreileben.de/?p=1801 Im Vorfeld haben wir viel darüber nachgedacht, ob wir wirklich Ubud besuchen wollen. Einige Menschen haben uns davon abgeraten: es sei zu touristisch, es gäbe zu viel Verkehr und es ist alles teuer. Nach vier Wochen Lovina zog es uns ins ruhige Sidemen und wir waren überrascht von dieser Ruhe. Am Anfang war es zu…

Der Beitrag Ubud: Ein besonderer Fleck auf Bali erschien zuerst auf Gemeinsam frei Leben.

]]>
Im Vorfeld haben wir viel darüber nachgedacht, ob wir wirklich Ubud besuchen wollen. Einige Menschen haben uns davon abgeraten: es sei zu touristisch, es gäbe zu viel Verkehr und es ist alles teuer.

Nach vier Wochen Lovina zog es uns ins ruhige Sidemen und wir waren überrascht von dieser Ruhe. Am Anfang war es zu viel Ruhe für uns. Es gab wenige und wenn dann teure Restaurants, wir fanden keine günstigen Straßenverkäufer, keine Obststände (außer einem Bananenstand). Deshalb war für uns schnell klar: hier werden wir nicht unsere restliche Zeit auf Bali verbringen, viel zu sehr haben wir die Vielseitigkeit in Lovina zu schätzen gelernt und beschlossen, dass wir noch Ubud einen Besuch abstatten werden und uns ein eigenes Bild von dieser spirituellen Stadt machen werden. Dennoch gaben wir Sidemen eine Chance und blieben zehn Tage da. Wie es uns am Ende gefallen hat, könnt ihr in einem anderen Bericht nachlesen.

Wie schon für Sidemen buchten wir zwei Nächte in Ubud in einem günstigen Homestay über booking.com. Es waren zwei Zimmer mit Doppelbett, die Eigentümer waren auch sehr nett, nur der Gestank schreckte uns ab. Es war eine Mischung aus Insektenschutzmittel und Abflussgeruch. Hm, zwei Nächte könnte man notfalls aushalten, aber schön war der Gedanke daran nicht. Zum Mittag waren wir mit travelwithmojo verabredet. Maike und Andreas lernten wir im Januar 2016 über eine Facebookgruppe kennen, skypten und schrieben mit ihnen bis zu unserer Abfahrt. Sie begannen ihre Weltreise eine Monate später wir wir und hatten drei Kinder im Gepäck. Ihre erste Station war ebenfalls Bali und wir hoffen, auf ein persönliches Kennenlernen. Dies wurde nun in Ubud verwirklicht. Wir entschieden uns aber gegen den halb stündigen Fußmarsch zum Restaurant(mit den Kindern in der Mittagshitze und mit leeren Mägen hätte es sicher noch länger gedauert) und liehen zwei Roller aus. Seid sechs Wochen fuhren wir Roller auf Bali und mussten bis dahin nicht einmal unseren internationalen Führerschein vorzeigen. In Ubud war es anders und wir waren überrascht, als uns die Polizei zum Anhalten forderte. Tja, ich hatte meinen Führerschein gar nicht dabei, Enrico zumindest seinen deutschen. Am Anfang wollte der Polizist umgerechnet zirka 70 Euro von uns. Enrico gab nicht kleinbei und gab sich erst mit 14 Euro Strafe zufrieden. Wir erfuhren, dass es eigentlich gar keine korrupten Polizisten mehr geben sollte, es gibt wohl auch eine Telefonnummer, wo man es melden könnte. Ob dies stimmt, kann ich euch nicht sagen. Dennoch ein Tipp: habt nicht so viel Bargeld im Portmonee, dann geben sich die Polizisten auch oft mit weniger zufrieden. Im 9 Angels waren wir zu Mittag verabredet.

Soziale Kontakte auf Weltreise

Buffet

9 Angels

Es ist ein wunderschöner, idyllischer Hinterhof mit leckerem veganem Essen in Buffetform. Jeder bezahlt am Ende, was er möchte. Richtwerte stehen dennoch bei dem Essen. Es war ein schöner Nachmittag mit inspirierenden Gesprächen. Auch die Kinder verstanden sich gleich gut, die zwei Jungs von Maike sind in einem ähnlichen Alter wie unsere zwei großen Jungs. Die Familie musste am nächsten Tag aus ihrer gebuchten Unterkunft und hatte sich im Vorfeld schon nach einem Hotel für uns zwei Familien umgesehen. Enrico hat mit seinem Verhandlungsgeschick einen noch günstigeren Preis raus gehandelt und so zogen wir noch am gleichen Abend in ein schönes, modernes Zimmer mit großem Doppelbett, zwei extra Matratzen und sogar einer kleinen Küchenecke. Da es nur vier Zimmer in dem Resort Puri Bisma gab, hatten wir den Pool fast die ganze Zeit für uns. Wir waren in einer ruhige Seitenstraßen, konnten aber binnen Minuten im Zentrum von Ubud sein.

Campuan Ridge Walk

Auf unserer Straße gab es auch die weltbeste Pizzeria Umah, von welcher wir leckere Pizza zum 13. Geburtstag von Emilia genossen haben. Außerdem besuchten wir den Monkey Forest, welchen wir nur bedingt weiterempfehlen. Die Affen sind schon sehr frech, kletterten auf unsere Kinder, die das gar nicht lustig fanden und am Ende sogar ziemlich Angst vor den Affen hatten. Lasst alle Nahrung zu Hause und kauft auch keine Bananen, diese würden euch eh gleich von den Affen abgenommen werden. Ansonsten ist es ein schönes Spaziergang durch den Affenwald.

Von Ubud aus kann man viele schöne Ausflüge in die nähere Umgebung unternehmen. Mit unseren Motorroller waren wir zwar teilweise bis zu einer Stunde unterwegs, aber es lohnte sich sehr. Die Reisfelder von Tegalalang sind wunderschön angelegt und laden zum wandern ein. Am Besten schon zeitig da sein, dann ist es noch nicht so überlaufen und die Sonne prasselt nicht so sehr. Zwischendurch muss man bei den Reisbauern immer wieder eine Art Wegezoll zahlen, aber es sind geringe Preise, so dass ich es in Ordnung finde.

Außerdem haben wir die Elefantenhöhle Goa Gajah besucht, auch hier lädt ein großes Areal zum Spaziergang ein.

Empfehlenswerte ist der Tempel Gunung Kawi. Sehr imposant erstrecken sich die großen Steinstaturen und am Fluss lässt es sich verweilen.

Auch der Wassertempel Pura Tirta Empul hat ein besonderen Flair und wir haben uns durch das heilige Wasser rein gewaschen. Eine besondere Magie.

Nachdem in Sidemen Emilia mit Enrico den höchsten Vulkan der Insel besteigen durfte, wollte Henri auf die kleinere Version: gemeinsam mit Enrico bestieg er den Batur und war am Ende sehr stolz, es geschafft zu haben. Solche Ausflüge kann man an vielen Touristeninformationen in Ubud buchen. Mitten in der Nacht wird man im Hotel abgeholt und gemeinsam mit einem Guide besteigt man den Berg, von deren Spitze man einen wunderschönen Sonnenaufgang beobachten kann. Frühstück ist meist auch inklusive.

Zwei Tipps kann ich euch noch mitgeben: Auf dem traditionellen Markt in Ubud kann man in den frühen Morgenstunden frisches Obst und Gemüse kaufen. Später bekommt man dort Kleidung und Kunsthandwerk zu kaufen. Beim Bintang Supermarkt könnt ihr Superfoods, Haferflocken und Biogemüse erwerben und sie haben die günstigsten Preise von Ubuds Supermärkten.

Ein Reifen wollte repariert werden. Wieder mal 😉

Unser Herz hat Ubud gewonnen. Auch die Kinder haben sich sehr wohl gefühlt. Es ist total vielseitig und hält für jeden das richtige bereit. Wir werden wieder kommen, soviel ist sicher.

Wenn ihr noch mehr Eindrücke von Ubud erhalten wollt, schaut euch unser passendes YouTube Video an.

Eure Gemeinsam Frei Lebenfamilie

Der Beitrag Ubud: Ein besonderer Fleck auf Bali erschien zuerst auf Gemeinsam frei Leben.

]]>
Acht Wochen alternative Familien auf Koh Phangan/ Thailand https://gemeinsamfreileben.de/acht-wochen-alternative-familien-auf-koh-phangan-thailand/ Fri, 03 Mar 2017 15:16:55 +0000 https://gemeinsamfreileben.de/?p=1772 Zwei Monate verweilten wir gemeinsam mit vielen anderen Familie auf Koh Phangan, einer Insel im thailändischen Golf. Diese Zeit brachte uns an unsere Grenzen und dennoch sind wir so dankbar. Zwei starke Monsunregen, unterschiedliche Erwartungen, inspirierende Gespräche, herzliche Menschen, spirituelle Momente, Neufindung unserer Familie. Mir würden sehr viel mehr Wortgruppen einfallen, um diese Zeit zu…

Der Beitrag Acht Wochen alternative Familien auf Koh Phangan/ Thailand erschien zuerst auf Gemeinsam frei Leben.

]]>
Zwei Monate verweilten wir gemeinsam mit vielen anderen Familie auf Koh Phangan, einer Insel im thailändischen Golf.

Diese Zeit brachte uns an unsere Grenzen und dennoch sind wir so dankbar. Zwei starke Monsunregen, unterschiedliche Erwartungen, inspirierende Gespräche, herzliche Menschen, spirituelle Momente, Neufindung unserer Familie. Mir würden sehr viel mehr Wortgruppen einfallen, um diese Zeit zu beschreiben. Aber fangen wir mal von vorn an.
Vorher sind wir drei Monate mehr oder weniger allein gereist. Insgesamt drei weiter Familien kreuzten bis dahin unseren Weg, die Zeit allein zeigte uns, dass sowohl wir Erwachsenen als auch unsere Kinder andere Menschen brauchen.

Natürlich gibt es Menschen, die immer und überall Freundschaften auf dieser Erde knüpfen können, denen sprachliche Barrieren nicht ausmachen und die mit den Lokals enge Bande knüpfen. Wir gehören nicht dazu. Deshalb entschieden wir uns, solche Kontakte zu suchen. Vor allem als alternativen Eltern besonders wichtig, Familien zu finden, die ähnlich mit ihren Kindern umgehen und die eine eine liebevolle Beziehung führen. Die Fit For Family bot diese Plattform und wir nahmen das Angebot dankend an. Sie lud ein zum Fit for Family Meetup, organisierte eine Resort zu günstigen Preisen und bot Erfahrungen und Kenntnisse auf der Insel an. Es klang herrlich, mit zirka 20 Familien und 50 Kindern Weihnachten feiern zu dürfen. Wir sehnten uns nach Gemeinschaft und wollten erproben, in wie weit wir gemeinschaftsfähig sind. In meiner Vorstellung treffen sich die Familien am Morgen zum Morgenkreis, planen den Tag (zusammen oder getrennt, jeder kann sich bei Bedarf irgendwo anschließen) und sitzen abends beisammen und lassen den Tag bei inspirieren Gesprächen ausklingen. Schnell stellte sich heraus, dass diese Vorstellungen einige teilten, aber andere nicht.

So bildeten sich schnell Grüppchen und die Aktivitäten wurden getrennt voneinander geplant. Mein Wunsch, nah zusammenzurücken trat in weite Ferne. Auch der anfängliche Gedanke, nicht verpassen zu wollen und überall dabei zu sein, führte dazu, dass ich meine Kernfamilie aus den Augen verlor und meine Kinder konsequent meine Aufmerksamkeit einforderten.


Und auf einmal machte es Peng. Nicht die Anderen sind dafür zuständig, dass meine Erwartungen erfüllt werden, sondern ich. Ich muss mich um meine Familie kümmern, erst dann kann ich nach Außen gehen und bin offen für Neues. Erst muss ich im Inneren aufräumen, mich meiner dunklen und blinden Flecken stellen. Dank lieber Menschen bekamen wir die Chance, einiger unserer Themen zu entdecken und erfuhren von Anja und Martin, wie wir diese Themen bearbeiten können. Dank der Initiative von Maike und Andrea fanden regelmäßige Frauen- und Männerkreise statt und wir durften unser inneres Kind kennenlernen und mit tiefgreifenden Verletzungen Frieden schließen. Die Erkenntnis, dass alles IN uns ist, das wir aus purer Liebe bestehen, war ein WOW Effekt. Nicht im Äußeren und auch tausende Gespräche finden wir Lösungen, sondern durch das reinhorchen in uns selbst. Es erschien total nebensächlich, mit welchen Erwartungen wir ankamen und das sie nicht erfüllt wurden. Denn wir bekamen so viel mehr geboten, als wir uns je erträumt hatten. Wir erkannten unsere wirklichen Träume, Sehnsüchte und erfuhren, was wir in Zukunft brauchen, um uns wohl zu fühlen. Gemeinschaft kann funktionieren, wenn die Erwartungen aller klar angesprochen werden und im Vorhinein geklärt wird, was erfüllt werden kann und was nicht. Dennoch sind wir dankbar, diesen Weg gemeinsam mit vielen anderen Familien gegangen zu sein und wahnsinnig viel mitgenommen zu haben. Nun heißt es, UNSEREN Weg finden und beschreiten. Wohin der gehen wird, wissen wir noch nicht. Tendenzen zeichnen sich ab, ein gemeinsames Ziel unserer Familie steht im Raum und nun heißt es, an der Umsetzung arbeiten und sich bewusst nicht zu enge Grenzen setzen, um die vielen Möglichkeiten, die sich ergeben, nutzen zu können. Wir sind unendlich dankbar für die wunderschönen Momente echter Freundschaft und sind uns sicher, dass wir viele Menschen wiedersehen werden.

Und vielleicht inspirieren auch dich diese Begegnungen: jeder Einzelne hat andere Beweggründe, dem alten System den Rücken zu kehren und jeder einzelne hat einen anderen Weg gefunden, seinem Herzen zu folgen. Einzig und allein zählt, dass du in Bewegung kommst. Nicht Gründe dagegen suchst, sondern einfach den ersten Schritt gehst. Denn am Ende des Lebens bereuen wir nicht die Dinge, die wir getan haben sondern die, die wir nicht gewagt haben.

In diesem Sinne. Lebt gemeinsam freier!

Eure Gemeinsam- frei- Leberfamilie

 

Der Beitrag Acht Wochen alternative Familien auf Koh Phangan/ Thailand erschien zuerst auf Gemeinsam frei Leben.

]]>
Über den Monsun in Thailand und unser Clanleben auf Koh Phangan https://gemeinsamfreileben.de/ueber-den-monsun-in-thailand-und-unser-clanleben-auf-koh-phangan/ Fri, 09 Dec 2016 14:46:20 +0000 http://gemeinsamfreileben.de/?p=1755 Wow, was war das für ein Regen die letzten Tage. Ja, es ist gerade Regenzeit im Süden von Thailand. Laut diverser Reiseberichte sollte eigentlich im November der Höhepunkt der Regenzeit erreicht gewesen sein. In Ao Nang war das Wetter so, wie wir es uns vorgestellt hatten: es regnete aller zwei bis drei Tage und das…

Der Beitrag Über den Monsun in Thailand und unser Clanleben auf Koh Phangan erschien zuerst auf Gemeinsam frei Leben.

]]>
Wow, was war das für ein Regen die letzten Tage. Ja, es ist gerade Regenzeit im Süden von Thailand. Laut diverser Reiseberichte sollte eigentlich im November der Höhepunkt der Regenzeit erreicht gewesen sein. In Ao Nang war das Wetter so, wie wir es uns vorgestellt hatten: es regnete aller zwei bis drei Tage und das meist auch nicht länger als eine Stunde am Stück. Natürlich gab es teils kräftige Regenschauer, es regnete auch mal einen ganzen Vormittag. Aber wir hatten zwischendurch immer die Möglichkeit, mit dem Roller trocken an unser Ziel zu kommen und uns mobil zu bewegen. Auf Koh Phangan angekommen, war die ersten Tage das Wetter sehr angenehm: die Sonne blinzelte durch die ansonsten vorherrschenden Wolken, es waren angenehme 28 Grad und damit das perfekte Wetter. Nach ein paar Tagen fing es dann an mit dem Regen. Nicht nur kurze Schauer gab es, sondern es regnete den ganzen Tag, die ganze Nacht und das nicht nur leicht, sondern sehr kräftig. Kaum einer traute sich raus, wir versuchten die Kinder in den Bungalows zu beschäftigen veranstalteten Bastelnachmittage und stellten eine Kinovorstellung auf die Beine. Die Kinder backten Crepes und verkauften sie. Papierschiffchen wurden gefaltet und auf den Wasserrinnen schwimmen gelassen. Neue Bademöglichkeiten in riesigen Pfützen taten sich auf. Nach zwei Tagen Regen kursierten auf Facebook Bilder vom überfluteten Koh Samui, Bahnstrecken in Thailand waren unterspült wurden und auch Koh Phangan wurde zum Katastrophengebiet ernannt. Dabei war es hier doch gar nicht so schlimm. Außer das zehn Meter lange Schlammloch, was das passieren mit dem Motorroller teilweise erschwerte, waren die Straßen gut befahrbar. Dienstag Abend war es sogar recht mild und regenfrei, ebenso wie die Nacht zum Mittwoch. Wir waren alle guter Hoffnung. Leider begann es dann am Mittwoch Morgen so stark zu regnen, dass binnen einer Stunde rauschende Wassermassen an unserem Bungalow zum Fluss flossen.

Der Fluss stieg immer höher, viel Müll, sogar Waschmaschinen und Kühlschränke waren im Fluss zu sehen und irgendwo mitgerissen wurden. Als gegen neun Uhr die Ressortangestellten vor unserer Tür standen und sagten, wir sollen unseren Bungalow aufgrund der umfließenden Wassermassen verlassen, wurde uns auch anders zu Mute. Sie sagten, so einen Regen gab es seit sechs Jahren nicht mehr. Die angespannten Gesichter der Einheimischen führten keineswegs zur Beruhigung bei uns. Wir versammelten uns alle im oben liegenden Restaurant und flüchteten in die stabileren Bungalows, welche nicht umspült wurden. Die Männer räumten alle Sachen aus den evakuierten Häusern, wir durften alle trockene, sichere Unterkünfte beziehen. Der Strom war in der Zwischenzeit auch ausgefallen. Und da saßen wir und betrachteten die Wassermassen mit einem mulmigen Gefühl im Bauch. Nun waren wir doch mittendrin im Katastrophengebiet. Nachrichten an die Familie wurden gesendet, dass es uns gut geht und wir die Lage ausharren müssen. Das Restaurant hatte zum Glück noch genügend Lebensmittel und kochte mit Gasflaschen leckeres Essen für uns alle. Am Nachmittag wurde der Regen weniger, das reißende Wasser um unsere Häuser war weg, da der ursprüngliche Weg des Wassers wieder benutzbar gemacht wurde. Der Flusspegel war gesunken. Erleichterung ist zu spüren. Am Abend zeigte sich sogar noch einmal die Sonne, bevor sie hinter den Bergen verschwand. So plötzlich wie der Regen gekommen war, war er am nächsten Morgen wieder weg. Ein wunderschöner, sonniger Tag wartete auf uns und tat unseren Gemütern so gut. Wir fuhren zusammen mit vielen weiteren Familien in ein leckeres Restaurant und zu einem wunderschönen Strand. Überall auf der Insel waren aber die Auswirkungen des Regens sichtbar. Die Einheimischen waren sehr bemüht, wieder schnellstmöglich Normalität zu schaffen. Es beginnt bald die Hauptsaison auf der Insel und dann soll alles wieder schön sein. Wir hoffen alle sehr, dass dieser heftige Regen die Ausnahme war und wir in den nächsten Wochen von Dauerregentagen verschont bleiben. Ab und zu ein Regenschauer ist angenehm, so heftigen Regen braucht wohl keiner mehr.

Wie hat ein Freund geschrieben: Wer eine Reise macht, hat etwas zu erzählen. Ja, dass haben wir jetzt umso mehr. Passieren kann immer und überall etwas. Im Paradies von Thailand ebenso wie in Deutschland. Wir sind froh, aus der Situation heil rausgekommen zu sein und brauchen solch ein Abenteuer nicht so schnell wieder.

Ansonsten ist Koh Phangan eine wunderschöne kleine Insel im Golf von Thailand. Wir werden insgesamt zwei Monate hier verbringen und bewohnen mit vielen Reisefamilien aus Deutschland und Österreich ein Ressort im Norden der Insel. Es ist so fantastisch: Wir haben einen wunderschönen Pool, dahinter direkt den Stand und das Meer. Die Kinder können sich frei bewegen, haben Freunde zum Spielen und genießen das Leben. Und wir Erwachsenen haben Zeit zum Plaudern, holen uns Inspiration und lassen die Seele baumeln. Wir fühlen uns wohl hier, sehr sogar und haben gemerkt, dass wir eine Gemeinschaft brauchen, um uns wohler zu fühlen. Was das für unsere Zukunft bedeutet, wissen wir noch nicht. Aber wir sind dankbar, dieser Erkenntnis bekommen zu haben. In der nächsten Zeit werden immer mehr Familien dazukommen, so dass wir zu Weihnachten mit 20 Familien mit insgesamt 50 Kindern um den in den Strand gemalten Tannenbaum sitzen und Geschenke verteilen werden. Der Nikolaus kam ja auch schon nach Thailand, wieso sollte der Weihnachtsmann unsere Kinder nicht erreichen 😉 Ansonsten bekommen wir hier nicht viel mit von der Weihnachtszeit. Weihnachtsstimmung kommt bei 28 Grad  auch nicht auf. Die Kinder äußern immer mal Gedanken, dass sie den Weihnachtsmarkt, die Kerzen, die Leckereien vermissen. Wir Eltern sind uns einig: Den Winter in den Tropen zu verbringen, war eine gute Entscheidung und wir bereuen keine Sekunde unsere Entscheidung. Wir werden berichten vom Fest der Liebe unter Palmen.

Liebe Grüße

Mandy

Der Beitrag Über den Monsun in Thailand und unser Clanleben auf Koh Phangan erschien zuerst auf Gemeinsam frei Leben.

]]>
Schreibblockade! Oder: Die Reise zu uns selbst https://gemeinsamfreileben.de/schreibblockade-oder-die-reise-zu-uns-selbst/ https://gemeinsamfreileben.de/schreibblockade-oder-die-reise-zu-uns-selbst/#comments Tue, 06 Dec 2016 05:13:21 +0000 http://gemeinsamfreileben.de/?p=1746 Ich sitze hier auf unserer Terrasse im Buritara Resort und habe eine Blockade. Schon lange werdet ihr auf den nächsten Blogartikel warten. Unsere Zeit in Ubud auf Bali und in Ao Nang in der Provinz Krabi in Thailand liegt schon hinter uns und wir haben sehr viel erlebt, vor allem die wunderschöne Natur hat uns…

Der Beitrag Schreibblockade! Oder: Die Reise zu uns selbst erschien zuerst auf Gemeinsam frei Leben.

]]>
Ich sitze hier auf unserer Terrasse im Buritara Resort und habe eine Blockade. Schon lange werdet ihr auf den nächsten Blogartikel warten. Unsere Zeit in Ubud auf Bali und in Ao Nang in der Provinz Krabi in Thailand liegt schon hinter uns und wir haben sehr viel erlebt, vor allem die wunderschöne Natur hat uns in Staunen versetzt. Dennoch besteht so eine Reise natürlich nicht nur aus schönen Momenten. Als Familie und als Paar kommt man zeitweise an seine Grenzen. Zeit für uns selbst, Zeit für uns als Paar gab es wenig in den letzten Wochen. Die Reise bietet die Möglichkeit zu einem Weg zu uns selbst. Wir wollen entdecken, welche Wünsche und Träume wir für unser weiteres Leben haben und wie wir in Zukunft als Familie leben möchten. Zurück in das alte, klassische Leben: die Eltern gehen arbeiten, die Kinder sind in den Einrichtungen Kindergarten und Schule verteilt, wir bewohnen ein (Reihen-) Häuschen. Nein, dass widerstrebt uns im Moment. Wieso um alles in der Welt sollte das Leben darin bestehen, die Zeit getrennt von seiner Familie, getrennt von seinen Lieben zu verbringen? Welchen Sinn soll es haben, das beide arbeiten müssen? Nur damit man sich ein Zweitauto, drei Urlaube im Jahr und das tolle Haus leisten kann? Was würde bei den Kindern hängen bleiben? Das Materielles wichtiger ist, als den Tag gemeinsam zu verbringen? Das ist ein wunder Punkt bei mir. Tränen steigen in meine Augen, als ich diese Sätze schreibe. Ich habe für mich eine Antwort gefunden: die Zeit mit meinen Lieben zu verbringen ist für mich wertvoller, als jeglicher materieller Besitz. Die Momente auf unserer Reise sind so wundervoll für mich und auch wenn sich meine Grenzen immer wieder aufzeigen, bin ich so dankbar für die wertvollen Erfahrungen, die wir machen dürfen. Die positiven und die negativen. Das Leben besteht nicht nur aus rosa Wolken und Sonnenschein. Auch nicht auf Bali und in Thailand. Das Leben lehrt uns besonders hier viele Dinge. Wir wachsen täglich, die Geschwister untereinander und wir als Paar und Eltern. Es gibt Tage, da flutscht es nur so und wir lachen, spielen, kochen gemeinsam, fahren mit den Roller durch die Straßen und fühlen uns frei. Da springen die Kinder durch hohe Wellen im Meer und juchzen und kreischen. Dann hüpft mein Herz vor Freude, ich genieße das Meeresrauschen und das Farbspiel der Sonnenuntergänge. Dann weiß ich, dass unsere Reisepläne genau richtig waren, für alle gemeinsam. Aber ebenso gibt es Tage voll mit Tränen, mit schlechter Laune, mit Streitereien, mit Sehnsucht. In solchen Momenten würde ich mich am liebsten unter die Decke verkriechen und meiner Traurigkeit freien Lauf lassen. Dann vermisse ich unsere Freunde und Familie und jemanden, den ich mein Herz ausschütten kann, der mich kennt, der mich versteht und mich in den Arm nimmt. Da sind dann Zweifel und Bedenken, vor allem was die Reisezeit mit unserer großen Tochter anbelangt. Ihr fehlen ihre Freunde ungemein. Natürlich war uns von vor herein klar, dass es ein riesen Experiment für uns alle ist. Dennoch hatten wir beschlossen, dass sie in dem Alter einfach zu uns gehört und dieses Abenteuer mit uns erleben soll. In der Zwischenzeit gab es viele Gespräche und wir haben Kompromisse ausgehandelt. Eltern sein heißt halt auch, die Kinder irgendwann los zu lassen und sich im klaren darüber zu werden, in wie weit man selbst für Kompromisse den Kindern zu liebe bereit ist. Einem Teenager kann man nicht seine Träume überstülpen, wenn sie sich absolut wehren. Irgendwann ist es an der Zeit, die Kinder frei zu geben und entweder sie kommen freiwillig zurück oder entscheiden sich für ein anderes Leben. Oder ich muss mein Lebensentwurf ändern und ihn doch an das Kind anpassen. Wobei es in einer Großfamilie schwieriger ist, dass die Kinder verschiedene Vorstellungen haben. So ist es. Es hinzunehmen als gegeben ist der erste Schritt. Das Leben gibt uns Möglichkeiten und alles ergibt im Nachhinein seinen Sinn. Wir sollten alle lernen, im Hier und Jetzt zu leben. Viele Ängste und Gedanken kreisen um die Vergangenheit und die Zukunft. Dabei kann man nur das Jetzt beeinflussen. Niemand weiß, was morgen sein wird. Ich versuche dies meiner Tochter nahe zu bringen, aber in dem Alter hat man einfach andere Gedanken und Prioritäten. Ja, auch dass muss ich akzeptieren. Ich bin gespannt, welche Kompromisse wir zusammen finden und welchen Weg wir gehen werden. Sicher ist: Wir werden alle Wachsen und Zusammenrücken.

So und nun sprudelten diese Worte einfach aus mir raus und haben mein Herz berührt. Was die Zukunft für uns als Familie bringen wird, weiß ich nicht. Doch fühlt es sich richtig an, hier im Paradies (okay, hier wütet gerade der Monsun 😉 gemeinsam mit seinen Kindern und dem Partner wachsen zu dürfen und einfach zu leben. Das Leben miteinander zu verbringen, statt getrennt voneinander. Und dann ist da diese Dankbarkeit, diese Chance ergriffen zu haben und nutzen zu dürfen.

Ja, auch im Paradies gibt es Regenwolken (im Moment sogar wörtlich genommen sehr viele), aber ich kämpfe nicht gegen sie, sondern stelle mich ihnen. Denn sie machen mich zu dem Menschen, der ich bin, der ich sein werde. Danke für alles, liebes Universum. Ich liebe das Leben, ich liebe meine Familie.

In diesem Sinne von Herzen alles Liebe für euch. Ich wünsche mir, den ein oder anderen zum Nachdenken angeregt zu haben. Nutzt das Leben. Nutzt die Zeit mit euren Kindern. Im Hier und Jetzt.

Mandy

P.S. Wer aktuelle Bilder und Videos sehen mag, kann gern unseren Youtube- Kanal besuchen.

Der Beitrag Schreibblockade! Oder: Die Reise zu uns selbst erschien zuerst auf Gemeinsam frei Leben.

]]>
https://gemeinsamfreileben.de/schreibblockade-oder-die-reise-zu-uns-selbst/feed/ 2
Eine Ruheoase auf Bali: Sidemen https://gemeinsamfreileben.de/eine-ruheoase-auf-bali-sidemen/ https://gemeinsamfreileben.de/eine-ruheoase-auf-bali-sidemen/#comments Mon, 17 Oct 2016 13:17:17 +0000 http://gemeinsamfreileben.de/?p=1618 Den zweiten Teil unserer Balireise haben wir in Sidemen verbracht. Als wir ankamen waren wir erst einmal geplättet: So eine Ruhe waren wir nicht gewöhnt. Umgeben von Reisfeldern, Bergen und ganz viel Grün saßen wir auf unserer Terrasse und lauschten den Geräuschen der Natur. Der Mittagshunger trieb uns auf die Straße und wir suchten nach…

Der Beitrag Eine Ruheoase auf Bali: Sidemen erschien zuerst auf Gemeinsam frei Leben.

]]>
Den zweiten Teil unserer Balireise haben wir in Sidemen verbracht. Als wir ankamen waren wir erst einmal geplättet: So eine Ruhe waren wir nicht gewöhnt. Umgeben von Reisfeldern, Bergen und ganz viel Grün saßen wir auf unserer Terrasse und lauschten den Geräuschen der Natur.

sidemen terasse

img_1662

Der Mittagshunger trieb uns auf die Straße und wir suchten nach eine günstigen Warnung. Hatten wir in Lovina für 10000-20000 Rupiah ein Nasi Goreng essen können, war es hier deutlich teuerer. Zum Schluss fanden wir aber ein nettes Warung, wo wir lecker und einiger Maßen günstig essen konnten. Nächster Halt sollte am Obststand sein, aber außer Bananen und einer Papaya gab es nichts. Beim Wasser das Gleiche, die Gallonen waren überteuert oder es gab keine vollen. Als nächstes begaben wir uns auf die Suche nach einer Unterkunft. Das Suria Mulia haben wir im Voraus auf booking.com für zwei Nächte gebucht. Es beinhaltet zwei Bungalows mit einem atemberaubenden Blick auf der Terrasse. Unser Bungalow war zweigeschossig, eine steile Treppe führte in unser Schlafzimmer, eine weitere ins Kinderzimmer. Die Dielen waren etwas in die Jahre gekommen und teilweise sehr morsch. Im Outdoorbad wohnte eine große Spinne und führte zu einigen Kreischattacken. Ansonsten war es wirklich nett, das Personal sehr zuvorkommend und so durften die Kinder den ein oder anderen Pancake mehr essen am Morgen. Länger hier zu bleiben kam aber auf Grund der gefährlichen Treppe nicht in Frage, da Juri sich nicht frei bewegen konnte. Leider folgte bei der Suche ziemlich schnell die Ernüchterung. Entweder war es viel zu teuer oder es gab kein Pool und wenig Platz zum Spielen. Da die Kinder aber nicht auf einen Pool verzichten wollten, entschieden wir uns für einen Mittelweg: Villa Pelangi mit Pool und Frühstück für etwas mehr Geld, dafür aber genügend Platz und Grün drum herum und wir reduzierten den Aufenthalt in Sidemen auf zehn Tage.

img_1131

img_1254
Was lernten wir in dieser Zeit? Jeder Platz, jeder Ort hat seine Berechtigung und eine Chance verdient. Wir verliebten uns immer mehr in diese Ruheoase und genossen das saftige Grün, die Tiergeräusche und das Wasserplätschern sehr.img_1683

img_1692

Wir wanderten quer Feld ein durch Reisfelder, entlang an Wassersystemen und durch reißende Flüsse.

img_1712

img_1729

fhd0022

img_1179

Verschiedene Tiere konnten wir beobachten, mit Locals sprechen und andere Reisende kennenlernen.

img_1225

img_1143

Besonders Henri schloss Freundschaft mit dem 55- jährigen Holländer Frans und erlebte interessante Gespräche. Enrico und Emilia nutzen die Nähe zum Vulkan Agung und bestiegen ihn trotz ausbrechenden Magendarminfektes.

img_1160

Ich hab Respekt vor Emilia, dass sie trotz Übelkeit die zehn stündige Wanderung durchhielt und den 3142m hohen Berg bestiegen hat. Nachts um zwei Uhr wurden sie von Guide und Fahrer abgeholt, waren 8 Uhr oben auf dem Schichtvulkan und bestaunten die aufgehende Sonne und den weiten Blick. Bis Lombok konnte man schauen. Mittags um zwei waren sie endlich wieder zurück. Mich quälte auch der Infekt, die vier Jungs spielten zum Glück schön, so dass ich mich ausruhen konnte. Die nächsten zwei Tage erwischte uns es der Reihe nach (außer Tamo und Henri) und wir sorgten gegenseitig für uns, um gut genesen zu können.

wjnu3456

img_1745
Mit der Zeit fanden wir genügend Lädchen, wo wir gutes und günstiges Essen herbekommen haben, vor allem das Nasi Campur der Warung Dave war sehr lecker. Obst besorgte Enrico uns auf dem Localmarket in der früh, denn er öffnet nur 4 Uhr bis 8 Uhr morgens seine Türen. So waren wir gut versorgt und wurden mehrmals vom Hotelpersonal befragt, ob wir uns wirklich selbst Essen zubereiten und wirklich einen Smoothiemaker mit haben. So verrückte Gäste scheinen noch nicht da gewesen zu sein. Wir erklärten ihnen, dass wir uns auf Weltreise befinden und nicht nur Urlaub machen. Das ist ein wichtiger Unterschied. Im Urlaub lebt man oft wie die Made im Speck, gönnt den Kindern im mal ein Eis, besucht alle möglichen Attraktionen und ist jeden Tag aktiv. Wir haben uns für die Reise ein Monatsbudget gesetzt, mit dem wir haushalten müssen. Außerdem haben wir hier die Chance, alte Essgewohnheiten zu durchbrechen und uns gesünder zu ernähren. Vor allem der Verzicht auf Industriezucker steht ganz oben. Durch die Menge an Früchten ist uns dieser Zuckerentzug leichter gefallen als gedacht. So haben wir uns nun nach fast vier Wochen ohne Zucker mal ein Eis gegönnt und ein Stück rohveganen Kokoskuchen gegessen. Die Kinder sind viel ausgeglichener als zu Hause, was ich hauptsächlich auf die Ernährungsumstellung zurückführe. Sie fragen gar nicht mehr nach Eis oder Keksen. So reicht ihnen Obst, Rosinen oder Nüsse als gesunder Snack zwischendurch. Aber zurück zum Weltreisebudget. Eine weitere Einsparmöglichkeit ist, nur einmal am Tag essen zu gehen und das zweite Mal Essen to go von kleineren Warnungen oder Imbissen zu holen. Auch die Unternehmungen schränken wir ein und vermeiden teure Touristenziele. Der Zoo auf Bali kostet mehr als der Zoo in Deutschland und die Haltungsbedingungen sind sicher auch fraglich. Also versuchen wir die heimische Naturwelt lieber bei Unternehmungen zu entdecken. Dennoch gönnen wir uns den ein oder anderen Ausflug und wählen die Ziele bewusst aus, so dass für jeden etwas dabei ist und vor allem das Ziel, in die fremde Kultur einzutauchen, im Vordergrund steht. Der Kontakt mit den Einheimischen ist so wertvoll und lässt die Kinder viel lernen.

Kurzum: Sideman kann ich jedem Balireisenden ans Herz legen. Es ist noch sehr ursprünglich und die Ruhe und die Landschaft wird euch überwältigen. Leider wird das in den nächsten Jahren sicher immer mehr abnehmen, denn sie sind schon sehr am bauen.

Nach Sideman ging es für uns weiter in der spirituelle Zentrum Balis: Ubud. Was wir das erlebt haben, davor mehr in unserem nächsten Blogartikel.

Eure Gemeinsam frei Lebenfamilie

Der Beitrag Eine Ruheoase auf Bali: Sidemen erschien zuerst auf Gemeinsam frei Leben.

]]>
https://gemeinsamfreileben.de/eine-ruheoase-auf-bali-sidemen/feed/ 1
Unsere Zeit im Norden Balis https://gemeinsamfreileben.de/unsere-zeit-im-norden-balis/ https://gemeinsamfreileben.de/unsere-zeit-im-norden-balis/#comments Wed, 05 Oct 2016 06:10:43 +0000 http://gemeinsamfreileben.de/?p=1599 Die ersten zwei Nächte übernachteten wir zehn Minuten südlich vom Flughaben im Coco de Heaven. Wir wurden von einem tropischen Regen begrüßt und es war total warm draußen. Ein Glück erzeugte die Klimaanlage im Zimmer kühle Luft, so dass wir gut schlafen konnten. Nur der Lärm der Straße nervte manchmal, hupten dauern irgendwelche Autos und…

Der Beitrag Unsere Zeit im Norden Balis erschien zuerst auf Gemeinsam frei Leben.

]]>
Die ersten zwei Nächte übernachteten wir zehn Minuten südlich vom Flughaben im Coco de Heaven. Wir wurden von einem tropischen Regen begrüßt und es war total warm draußen. Ein Glück erzeugte die Klimaanlage im Zimmer kühle Luft, so dass wir gut schlafen konnten. Nur der Lärm der Straße nervte manchmal, hupten dauern irgendwelche Autos und Roller. Der Pool entschädigte dafür und so verbrachten wir den ersten Tag fast nur am und im Pool.img_0352

 

Dennoch brauchten wir Wasser und freuten uns auf die tropischen Früchte. Wasser bekamen wir im nahe gelegenen Supermark, Früchte suchten wir vergebens. Der Verkehr war der Wahnsinn, dennoch trauten wir uns todesmutig über die Straße. Außerdem mussten wir noch einen Fahrer für den nächsten Tag finden. Leider gab es keine Taxistation in der Nähe. Ich erinnerte mich an einen Facebookkontakt, welche mir die Nummer eines Fahrers geschickt hatte. Ich schrieb ihn via Whatsapp an, leider fuhr er den nächsten Tag schon für eine andere Familie. Aber er vermittelte mir einen Freund, der uns für 45€ am nächsten Tag 3,5 Stunden in den Norden von Bali fuhr. Nach dem Abendessen ging es für uns ins Bett. Den nächsten Morgen verschliefen wir total, erwachten kurz vor zehn, packten schnell unsere Sachen und aßen noch etwas von unseren Frühstück. Dann stand schon der Fahrer bereit, soviel zu balinesischen Pünktlichkeit. Die Fahrt verging recht zügig, waren die Kinder doch noch sehr müde von Jetlag und schliefen viel. Nur Colin’s Magen ging es nicht gut und er sehnte ein Ankommen herbei.

Im Bagus Homestay wurden wir herzlich von Bianca von der Roadfamily begrüßt, wir bekamen unsere ersten Bananen von Gerald geschenkt und sie fuhren mit Enrico Früchte holen. Endlich frisches Obst. Es war köstlich und nach der Abkühlung im Pool ging es uns endlich besser.

img_0589

Das Zimmer war recht groß, wir haben ein großes Doppelbett und zwei Matratzen, außerdem einen großen Kleiderschrank und ein Bad mit Wanne. Der Garten ist riesig und die Kinder können sich frei bewegen.

img_0596

Außerdem liegt die Anlage direkt am Meer. Einfach idyllisch.

 img_0678

Wir fühlten uns gleich wohl. Wir beschlossen, länger zu bleiben als die eigentlich geplanten zwei Wochen. Erstmal Ankommen im neuen Leben und viel Zeit mit den Kindern verbringen. So entwickelte sich schnell ein neuer Alltag für uns, wir kannten bald dank unseren Freunden gute Läden und Stände zum Einkaufen, Obst besorgen und Essen gehen. Das Warnung Lina und das Baturiti Resto können wir wärmsten empfehlen. Für 6-10€ konnten wir hier alle problemlos Essen. An kleinen Ständen bezahlten wir sogar nur zwischen 2-7€ für ein Mittagessen für uns sieben. Das Wasser haben wir in Gallonen gekauft für umgerechnet 70 Cent. Das Obst an den Ständen kostet zwischen 1-2 € (10 Bananen ca. 70 Cent, 1 kg Mango für 2€, eine Drachenfrucht für 1 € und ein Kilo Melone 30 Cent). Zwei Roller haben wir uns gemietet, um mobil zu sein.

img_0732

Eigentlich war dies erst für Thailand geplant, aber hier muss man mobil sein. Außerdem konnten wir so auch einige Ausflüge unternehmen, ohne uns einen „teureres“ Taxi nehmen zu müssen. Wir haben uns den buddhistischen Tempel und den Sing Sing Wasserfall (leider ohne viel Wasser) angeschaut. Einen Ausflug zum Lovisa Strand, zum Lovina Festival und zum traditionellen Markt nach Singarara unternahmen wir. Alles Unternehmungen, um in die fremde Kultur einzutauchen. Die Kinder öffnen sich langsam gegenüber den Einheimischen. Sie sind aber auch so freundlich, finden unsere Kinderschar herrlich und erzählen von ihren Kindern. Haben wir doch sehr zurückhaltende, schüchterne Kinder, so fangen auch sie an langsam zu antworten, wenn jemand fragt, wie sie heißen, winken und lächeln zurück und gehen so erste Kontakte ein und üben englische Vokabeln. Vor allem der Staff vom Homestay wurde zu einem Freund und brachte dem Kindern Zaubertricks bei.

   img_1600 Fasziniert bestaunten sie seine Magie. Außerdem erzählte er uns viel zu der Schulsituation in Bali. Auch hier herrscht eine Klassengesellschaft und für eine gute Bildung muss man zahlen.

Einen weiteren größere Ausflug haben wir mit dem Boot zu den Delfinen unternommen. Noch vor Sonnenaufgang sind wir mit dem Roller zum Strand gefahren und wurden von einem Fischerboot abgeholt. Es war ein atemberaubend schöner Momente, die Delfine neben dem Boot springen zu sehen und mir standen Tränen der Rührung in den Augen.

img_0963

Die Kinder schauten fasziniert und erzählen jetzt noch jedem von dem Erlebnis.  Danach ging es zu einem Riff zum Schnorcheln. Sehr viele verschiedenfarbige Fische konnten wir erblicken, blaue Seesterne und Korallen. Ein weiterer Gänsehautmoment, der im Herzen bleiben wird.

Einmal haben wir uns dann aber doch ein Guide inklusive Auto gegönnt und sind die touristischen Ziele der Gegend abgefahren. Frühes halb acht ging es los. Zuerst lagen zwei Tempel auf dem Weg und der Guide hat uns viel über den Glauben, die Götter und die holländische Besetzung erzählt. So wurde ein Tempel rekonstruiert und dabei die Holländer im Auto oder Boot mit eingebaut.

img_0619           img_1328

Balinesische Brautpaare durften wir bewundern und sie waren so anders gekleidet. Passend zu Bali: bunt, geschminkt und voller Schmuck.

 img_0604

Die nächste Station war der höchste Wasserfall Balis, der Sekumpul Wasserfall. 350 Stufen wurden zuerst abwärts erklungen und den Fluss durchquerten wir barfuß, ehe wir am Wasserfall standen. Eigentlich wurde uns von der Wanderung mit Kindern abgeraten, aber nachdem der SingSing Wasserfall eher eine Enttäuschung für uns war (kaum Wasser), wollten die Kinder unbedingt einen richtigen Wasserfall entdecken. Colin betrachtete schon auf dem Hinweg sehr missmutig den Rückweg. Dennoch ließ er sich die Freude am nicht nehmen und wagte zumindest dem Versuch, im Becken zu baden. Das Wasser war kalt und schon auf den Weg dahin wurde man nass. Das Gefühl war wundervoll und erfrischend. Frohen Mutes ging es Richtung Auto, doch die Stufen waren sehr anstrengend und die Beine wurden schwerer. Dennoch kamen wir nach insgesamt drei Stunden Wanderung wieder am Parkplatz an und waren sehr stolz auf unsere Kinder. Solche Erlebnisse bleiben hoffentlich für immer im Herzen.

img_0657

Eine Gongschmiede besuchten wir nur kurz und durften das balinesische Instrument ausprobieren und uns etwas vorspielen lassen. Aus Bronze wird es gegossen und bei Zeremonien ist es oft klanglich zu vernehmen.

Die Jungs waren alle so erschöpft, dass sie im Auto einschliefen. Der nächste Halt war zum Glück etwas weiter entfernt, so dass sie gut ausgeruht in der Wahrung ankamen. Es war ein tolles Restaurant, mit großen Spielplatz für die Kinder und es gab ausnahmsweise mal europäisches Essen (die Preise sind natürlich angepasst).

img_1418

Als letztes wollten wir uns den bekannten Wassertempel Pura Ulun Danu anschauen. Ein plötzlicher Regenschauer überraschte uns, so dass wir einige Zeit warten mussten und uns dann mit den Menschenmassen mit schieben ließen. Der Tempel war schön anzuschauen, dennoch war es uns etwas zu touristische.

img_0759

Auf dem Rückweg gab es noch einen kurzen Halt am Aussichtspunkt auf die Twinlakes.

 img_1481

Erschöpft kamen wir kurz vor 18 Uhr am Homestay an und vielen bald ins Bett.

Ansonsten genießen wir hier unseren „Alltag“, frühstücken frühs unser selbstgemachtes Müsli auf der Terrasse, besorgen danach das Nötigste, planschen gemeinsam im Pool, spielen mit Wasser und dem Sand am Strand und gehen Essen. Zwischendurch bleibt viel Zeit für den Einzelnen und für individuelle Vorlieben.

Bali und vor allem das Homestay in Lovina ist unser Empfehlung für alle die, die erstmal ankommen wollen. Natürlich ist Bali sehr touristisch, dies hat aber den Vorteil, dass es auch gut erschlossen ist, man vieles vor Ort bekommt und die Versorgung recht gut ist. Der Norden ist viel ruhiger als der Süden. Der Strand und das Meer ist geeignet für Kinder, da es keine großen Wellen gibt. Dennoch gibt es sicher viel schönere Badestrände auf der Welt. Der Garten und der Pool des Homestay sind ein Paradies für die Kleinen und sie können sich hier frei bewegen. Überhaupt sind die Kinder hier gut angekommen und fühlen sich sehr wohl. Nachdem bis zum Schluss vor unserer Reise eine gewisse Skepsis gegenüber dem Vorhaben da war, ist diese gänzlich verfolgen. Sie genießen die Freiheit hier in vollen Zügen und haben keine Sehnsucht nach ihrem Zuhause. Mit den Großeltern skypen sie ab und zu, haben da aber noch kein großes Bedürfnis nach. Unsere Tochter schreibt regelmäßig mit ihren Freunden via Handy, findet ihr Leben hier aber sonst sehr cool und muss sich erst einfinden in das schulfreie Leben und ihre Interessen wiederfinden. Die zwei großen Jungs spielen wunderbar in ihrer eigenen Welt und lernen jeden Tag etwas dazu. Der zweitkleinste ist immer überall dabei und spielt am liebsten mit den Wasserschläuchen. Und unser Baby bestaunt die Welt und seine Geschwister. Er wächst und gedeiht, findet seine Hände faszinierend und kullert sich auf die Seite.

 

Unser bisheriges Fazit zum Reisen als Großfamilie:

Uns reicht ein Zimmer mit zusätzlichen Matratzen völlig aus. Den größten Teil des Tages sind wir im Freien, so dass so wenig Platz nicht stört und abends schliefen die Kleinsten zeitiger und wir waren entweder auf der Terrasse oder spielten im Zimmer noch etwas.

Rollerfahren funktioniert als Großfamilie super, bereitet der Kindern Freude und man ist günstig mobil (für zwei Roller bezahlen wir zwischen 3,50-6€ am Tag).

Frühstück in der Unterkunft buchen wir meist nicht mit, da es eh nicht so gesund ist und lang satt macht. Dadurch kann man den Zimmerpreis meist etwas runterhandeln. Viel lieber essen wir selbstgemachtes Müsli.

In Lovina haben wir ca. 1600€ im Monat ausgegeben (inklusive Ausflüge). Wenn man länger an einem Platz bleibt, wird vor allem die Unterkunft und das Rollenmieten günstiger. Außerdem kennt man den Preise an Obstständen etc. und braucht nicht jedes Mal neu verhandeln.

Wie ihr seht: Es geht uns gut und Bali ist der perfekte Ausgangspunkt für unsere Reise. Nach vier Wochen in Lovina / Nordbali geht es für uns weiter in den Osten nach Sideman. Wir sind gespannt, was uns da erwartet.

Wir freuen uns über Kommentare und neue Abonneten. Eure Gemeinsam frei Lebenfamilie

Der Beitrag Unsere Zeit im Norden Balis erschien zuerst auf Gemeinsam frei Leben.

]]>
https://gemeinsamfreileben.de/unsere-zeit-im-norden-balis/feed/ 4
Unser Flug nach Bali https://gemeinsamfreileben.de/unser-flug-nach-bali/ https://gemeinsamfreileben.de/unser-flug-nach-bali/#comments Tue, 20 Sep 2016 13:27:30 +0000 http://gemeinsamfreileben.de/?p=1533 Nun sind wir schon seid fast drei Wochen auf Bali und lassen uns die Sonne auf den Bauch scheinen.  Bevor ich euch von unserer Zeit in den Tropen berichte, möchte ich euch kurz einen Einblick in die letzten Wochen und Tage vor unserem Abflug geben und unseren Flug Revue passieren lassen. Es war noch viel…

Der Beitrag Unser Flug nach Bali erschien zuerst auf Gemeinsam frei Leben.

]]>
Nun sind wir schon seid fast drei Wochen auf Bali und lassen uns die Sonne auf den Bauch scheinen. 

Bevor ich euch von unserer Zeit in den Tropen berichte, möchte ich euch kurz einen Einblick in die letzten Wochen und Tage vor unserem Abflug geben und unseren Flug Revue passieren lassen.

Es war noch viel zu erledigen, das Haus wollte leer geräumt werden, die letzten Dinge wurden verkauft und der Papierkram erledigt. Das Visum für Indonesien haben wir auf dem Postweg beantragt und die Reisepässe kamen eine Woche vor Abflug an. Es war eine Anspannung in der Luft und die Kinder mussten wir oft vertrösten, da wir wenig Zeit für sie hatten. 

Da wir uns kurzfristig entschieden, den Mietvertrag für unser Haus doch gänzlich zu kündigen, stapeln sich nun unsere letzten Habseligkeiten bei den Schwiegereltern auf dem Dachboden. Am Ende war es mehr, als gedacht. Aber gut, es ist nun mal ein Prozess, materielle Dinge loszulassen. Und ich bin mir sicher, dass wir später noch einiges mehr aussortieren werden.

Einige Termine und Treffen standen an. Unsere Freunde und Familie wollten uns ein letzten mal sehen und sich verabschieden. Den ein oder anderen sentimentalen Moment gab es, aber doch wussten wir alle, dass wir uns wiedersehen werden, irgendwann.

Das Wetter war die letzten Tage vor unserem Abflug sommerlich warm, so dass unser Lieblingsschwimmbad aufgesucht wurde. Wir verbrachten die Tage zwischen Räumen und Schwimmen gehen und hatten eine gute Balance, um nicht ganz überarbeitet zu werden.

Die letzten drei Nächte schliefen wir bei den Schwiegereltern auf einem Matratzenlager. Am Abreisetage verstauten wir unsere letzten Dinge und packten die Koffer fertig. Vier Gepäckstücke sind es geworden plus Handgepäck. Nach dem Mittagessen ging es für mich und drei Kinder zum Bahnhof, denn wir passen nicht alle in ein Auto. Das Reisen als Großfamilie ist gar nicht so einfach. Am Bahnhof in Berlin hat uns meine Schwester abgeholt und zum Flughafen begleitet. In Tegel trafen wir dann wieder den Rest der Familie und wir konnten die Koffer aufgeben. Doch der erster Schreck stand bevor, denn Tamo war nicht auf der Passagierliste. Da wir den Flug vor Tamo’s Geburt gebucht hatten, mussten wir ihn nachbuchen. Zum Glück konnten wir die Unterlagen vorzeigen und durften nach einigen Minuten doch unsere Koffer aufgeben. 

Danach hieß es Abschiednehmen von meiner Schwiegermutter und meiner Schwester. Die Tränen konnten nicht mehr zurückgehalten werden, doch wir waren viel zu angespannt, um uns länger unseren Gefühlen hinzugeben. Der nächste Zwischenfall ließ nicht lang auf sich warten. Beim Boarding fehlten die Karten von Henri und Colin. Die nächsten Schreckensminuten, waren es doch nur noch 15 Minuten bis zum Start. Durch die Diskussionen um Tamo’s Platz hat die Schalterbeamtin uns vergessen die Karten von den Zweien zu geben. Was lernen wir daraus? Immer alles nachzählen. Bei sieben Personen gar nicht so einfach. Die Karten wurden neu gedruckt und endlich ging es hinein ins Flugzeug. Puh, waren wir alle erleichtert. Hürden genommen. Zweieinhalb Stunden später landetet wir in Istanbul. Ein warme Luft wehte uns um Mitternacht entgegen. Nach endlosen Metern durch den riesigen Flughafen und dem Kauf zweier Wasserflaschen konnten wir schon ins nächste Flugzeug einsteigen. Wir waren alle müde, noch keiner hatte geschlafen (bis auf das Baby) und wir hofften auf eine Portion Schlaf während des zwölfstündigen Langstreckenflug nach Jakarta.  Die Kinder schliefen bald und auch ich bekam etwas Schlaf. Einzig und allein Enrico tat sich schwer mit dem Schlafen. Die Medien waren für unsere Kinder nicht so ansprechend wir erhofft, dennoch bekamen wir die Zeit gut rum. Nur Henri’s Magen tat der Flug nicht gut und so war die Papiertüte sein bester Freund. Im Landeanflug auf Jakarta ging die Sonne unter und es wirkte alles ziemlich duster. Den ganzen Tag haben wir in der Luft verbracht und wir sehnten uns alle nach einem richtigen Bett. Noch mussten wir aber noch etwas Zeit auf dem Flughafen verbringen, bevor wir in unseren letzten Flieger steigen konnten. Auch hier gab es wieder Probleme mit Tamo, aber durch die Hilfe vieler Indonesier konnte er dazugebucht werden und unsere Koffer wurden aufgenommen. Der Flughafen war riesig, viele Schritte waren nötig und wir fuhren mit einem Kleinbus zu einem Terminal etwas außerhalb. Da waren wir dann einen Sensation für die Chinesen und kamen uns vor wie Berühmtheiten, umringten und fotografierten sie uns alle. Im letzten Flieger saß Emilia mit den großen Jungs ganz hinten und wir mit den Babys ganz vorn. Gar nicht so einfach als Großfamilie zu reisen. Gegen Mitternacht balinesischer Zeit landeten wir endlich in Denpasar. Der Flughafen war ganz anderes als in Jakarta, viel kleiner und voller Traditionen. Raus aus dem Flughafen und die tropische Luft wehte uns um die Nase. Puh war uns heiß. Nachdem wir einigen Taxifahrer abgesagt hatten, verhandelten wir dann mit einem so lang, bis wir einen Preis bekamen, der für uns in Ordnung war. So ging es dann zehn Minuten mit dem Taxi zu unserer ersten Unterkunft mitten an der Hauptverkehrsstraße. Wow war das ein Verkehr. Und dauernd hupte es, dann die Balinesen fahren viel mit Gehör und warnen so ihre Mitverkehrsteilnehmer vor. Trotz des Lärms schliefen wir schnell ein und freuten uns alle auf den Pool am nächsten Morgen. 

 

 

Was sind nun unsere Erfahrungen zu einem Langstreckenflug als Großfamilie?

 

1. Nur wenig Spielzeug mitnehmen! 

Wir hatten einen ganzen Trunki Koffer voller Spielzeug als Handgepäck dabei. Völlig unnötig. Wir öffneten ihn kein einziges Mal. Ein paar Kleinigkeiten in der Handtasche reichten völlig aus: Kleiner Malblock mit wenigen Stiften, Pixibuch und vielleicht noch das Handy mit Hörspiele und Spielen.

Wir bekamen von den Fluggesellschaften immer ein kleines Geschenk für die Kinder und dieses war sehr spannend für sie. 

Der Bildschirm zum Filme schauen und Spiele spielen war nur Zeitweise interessant. Die Hoffnung, dass die Kinder viele Kinderfilme schauen und dadurch einige Zeit vergeht, gab ich schnell auf. Die Kinderspiele wurden ausprobiert, aber auch hier gab es keine dauerhafte Begeisterung. Unendlich viele Hörspiele (Unser Tipp: Youtube!) haben wir im Vorfeld auf die Handys geladen, doch auch diese wurden kaum benutzt. 

 

2. Etwas zum Knabbern für die Kinder dabei haben.

Das sorgte immer mal für kurzzeitige Ablenkung und Beschäftigung. Außerdem gab es zwar Essen im Flugzeug, aber nur zu vorgegebenen Zeiten. Wenn die Kinder zwischendurch Hunger bekommen, konnten sie Quetschies, Fruchtriegel, Trockenobst oder Dinkelstangen zu sich nehmen. Wasserflaschen bekommt man im Flugzeug auf Nachfrage.

 

3. Der Zwiebellock hat sich bewährt.

Dünne, bequeme Kleidung ist optimal. Dazu noch eine Fleecejacke, wenn die Klimaanlage im Flugzeug zu kalte Luft erzeugt. Wir haben uns dann jedoch in die Decken eingekuschelt. Halstücher und Socken haben wir nicht benötigt, obwohl dieses oft empfohlen wurde. 

 

4. Baby und Kleinkind auf dem Schoß anschnallen.

Das war mit der schwierigste Part. Tamo habe ich bei Start und Ladung gestillt, so hatte er keine Probleme mit den Druckausgleich. Bei unserem fast Zweijährigen war es schwieriger. Er wollte lieber zur Mama und keinesfalls bei Papa angeschnallt werden. So gab es doch einige Tränen und Versuche der anderen Passagiere, das Schreien abzustellen (nein, er wollte nichts trinken  und nein danke, er möchte auch kein Bonbon haben). Das Schlafen mit Kindern auf dem Schoss ist natürlich nicht so sehr bequem, dennoch haben die Kleinen dadurch gut schlafen können. Wir würden also jederzeit wieder so reisen und nicht extra einen teuren Platz für ein Baby oder Kleinkind buchen. Beim nächsten Flug ist Juri schon zwei Jahre alt und benötigt einen eigenen Platz. Ich bin gespannt, ob er sich da leichter anschnallen lässt.

 

Habt ihr Fragen zu unserem Langstreckenflug als Großfamilie? Wir freuen uns über eure Kommentare.

Eure Gemeinsam frei Lebenfamilie

Der Beitrag Unser Flug nach Bali erschien zuerst auf Gemeinsam frei Leben.

]]>
https://gemeinsamfreileben.de/unser-flug-nach-bali/feed/ 2