Ubud: Ein besonderer Fleck auf Bali

Im Vorfeld haben wir viel darüber nachgedacht, ob wir wirklich Ubud besuchen wollen. Einige Menschen haben uns davon abgeraten: es sei zu touristisch, es gäbe zu viel Verkehr und es ist alles teuer.

Nach vier Wochen Lovina zog es uns ins ruhige Sidemen und wir waren überrascht von dieser Ruhe. Am Anfang war es zu viel Ruhe für uns. Es gab wenige und wenn dann teure Restaurants, wir fanden keine günstigen Straßenverkäufer, keine Obststände (außer einem Bananenstand). Deshalb war für uns schnell klar: hier werden wir nicht unsere restliche Zeit auf Bali verbringen, viel zu sehr haben wir die Vielseitigkeit in Lovina zu schätzen gelernt und beschlossen, dass wir noch Ubud einen Besuch abstatten werden und uns ein eigenes Bild von dieser spirituellen Stadt machen werden. Dennoch gaben wir Sidemen eine Chance und blieben zehn Tage da. Wie es uns am Ende gefallen hat, könnt ihr in einem anderen Bericht nachlesen.

Wie schon für Sidemen buchten wir zwei Nächte in Ubud in einem günstigen Homestay über booking.com. Es waren zwei Zimmer mit Doppelbett, die Eigentümer waren auch sehr nett, nur der Gestank schreckte uns ab. Es war eine Mischung aus Insektenschutzmittel und Abflussgeruch. Hm, zwei Nächte könnte man notfalls aushalten, aber schön war der Gedanke daran nicht. Zum Mittag waren wir mit travelwithmojo verabredet. Maike und Andreas lernten wir im Januar 2016 über eine Facebookgruppe kennen, skypten und schrieben mit ihnen bis zu unserer Abfahrt. Sie begannen ihre Weltreise eine Monate später wir wir und hatten drei Kinder im Gepäck. Ihre erste Station war ebenfalls Bali und wir hoffen, auf ein persönliches Kennenlernen. Dies wurde nun in Ubud verwirklicht. Wir entschieden uns aber gegen den halb stündigen Fußmarsch zum Restaurant(mit den Kindern in der Mittagshitze und mit leeren Mägen hätte es sicher noch länger gedauert) und liehen zwei Roller aus. Seid sechs Wochen fuhren wir Roller auf Bali und mussten bis dahin nicht einmal unseren internationalen Führerschein vorzeigen. In Ubud war es anders und wir waren überrascht, als uns die Polizei zum Anhalten forderte. Tja, ich hatte meinen Führerschein gar nicht dabei, Enrico zumindest seinen deutschen. Am Anfang wollte der Polizist umgerechnet zirka 70 Euro von uns. Enrico gab nicht kleinbei und gab sich erst mit 14 Euro Strafe zufrieden. Wir erfuhren, dass es eigentlich gar keine korrupten Polizisten mehr geben sollte, es gibt wohl auch eine Telefonnummer, wo man es melden könnte. Ob dies stimmt, kann ich euch nicht sagen. Dennoch ein Tipp: habt nicht so viel Bargeld im Portmonee, dann geben sich die Polizisten auch oft mit weniger zufrieden. Im 9 Angels waren wir zu Mittag verabredet.

Soziale Kontakte auf Weltreise

Buffet

9 Angels

Es ist ein wunderschöner, idyllischer Hinterhof mit leckerem veganem Essen in Buffetform. Jeder bezahlt am Ende, was er möchte. Richtwerte stehen dennoch bei dem Essen. Es war ein schöner Nachmittag mit inspirierenden Gesprächen. Auch die Kinder verstanden sich gleich gut, die zwei Jungs von Maike sind in einem ähnlichen Alter wie unsere zwei großen Jungs. Die Familie musste am nächsten Tag aus ihrer gebuchten Unterkunft und hatte sich im Vorfeld schon nach einem Hotel für uns zwei Familien umgesehen. Enrico hat mit seinem Verhandlungsgeschick einen noch günstigeren Preis raus gehandelt und so zogen wir noch am gleichen Abend in ein schönes, modernes Zimmer mit großem Doppelbett, zwei extra Matratzen und sogar einer kleinen Küchenecke. Da es nur vier Zimmer in dem Resort Puri Bisma gab, hatten wir den Pool fast die ganze Zeit für uns. Wir waren in einer ruhige Seitenstraßen, konnten aber binnen Minuten im Zentrum von Ubud sein.

Campuan Ridge Walk

Auf unserer Straße gab es auch die weltbeste Pizzeria Umah, von welcher wir leckere Pizza zum 13. Geburtstag von Emilia genossen haben. Außerdem besuchten wir den Monkey Forest, welchen wir nur bedingt weiterempfehlen. Die Affen sind schon sehr frech, kletterten auf unsere Kinder, die das gar nicht lustig fanden und am Ende sogar ziemlich Angst vor den Affen hatten. Lasst alle Nahrung zu Hause und kauft auch keine Bananen, diese würden euch eh gleich von den Affen abgenommen werden. Ansonsten ist es ein schönes Spaziergang durch den Affenwald.

Von Ubud aus kann man viele schöne Ausflüge in die nähere Umgebung unternehmen. Mit unseren Motorroller waren wir zwar teilweise bis zu einer Stunde unterwegs, aber es lohnte sich sehr. Die Reisfelder von Tegalalang sind wunderschön angelegt und laden zum wandern ein. Am Besten schon zeitig da sein, dann ist es noch nicht so überlaufen und die Sonne prasselt nicht so sehr. Zwischendurch muss man bei den Reisbauern immer wieder eine Art Wegezoll zahlen, aber es sind geringe Preise, so dass ich es in Ordnung finde.

Außerdem haben wir die Elefantenhöhle Goa Gajah besucht, auch hier lädt ein großes Areal zum Spaziergang ein.

Empfehlenswerte ist der Tempel Gunung Kawi. Sehr imposant erstrecken sich die großen Steinstaturen und am Fluss lässt es sich verweilen.

Auch der Wassertempel Pura Tirta Empul hat ein besonderen Flair und wir haben uns durch das heilige Wasser rein gewaschen. Eine besondere Magie.

Nachdem in Sidemen Emilia mit Enrico den höchsten Vulkan der Insel besteigen durfte, wollte Henri auf die kleinere Version: gemeinsam mit Enrico bestieg er den Batur und war am Ende sehr stolz, es geschafft zu haben. Solche Ausflüge kann man an vielen Touristeninformationen in Ubud buchen. Mitten in der Nacht wird man im Hotel abgeholt und gemeinsam mit einem Guide besteigt man den Berg, von deren Spitze man einen wunderschönen Sonnenaufgang beobachten kann. Frühstück ist meist auch inklusive.

Zwei Tipps kann ich euch noch mitgeben: Auf dem traditionellen Markt in Ubud kann man in den frühen Morgenstunden frisches Obst und Gemüse kaufen. Später bekommt man dort Kleidung und Kunsthandwerk zu kaufen. Beim Bintang Supermarkt könnt ihr Superfoods, Haferflocken und Biogemüse erwerben und sie haben die günstigsten Preise von Ubuds Supermärkten.

Ein Reifen wollte repariert werden. Wieder mal 😉

Unser Herz hat Ubud gewonnen. Auch die Kinder haben sich sehr wohl gefühlt. Es ist total vielseitig und hält für jeden das richtige bereit. Wir werden wieder kommen, soviel ist sicher.

Wenn ihr noch mehr Eindrücke von Ubud erhalten wollt, schaut euch unser passendes YouTube Video an.

Eure Gemeinsam Frei Lebenfamilie